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Der Tag, der unser Leben veränderte - Linditas Sicht der Dinge


Liebes Tagebuch,

heute ist ein schlimmer Tag für mich...nachdem ich keine Freunde habe, mit denen ich reden kann und die mir zuhören, werde ich nun Dir alles erzählen...also lass mich von Anfang an beginnen...

Alles begann heute,an einem kalten und verregneten Mittwoch Morgen...ich lag glücklich schlummernd in meinem Bett als die friedliche Ruhe jäh ein Ende hatte!*piep piep piep piep* und noch einmal *piep piep piep piep* ertönte es von meinem Nachttischchen her.Dieser schreckliche Ton riss mich gewaltsam aus meinem wunderbaren Traum und holte mich zurück in die kalte und traurige Realität.Verzweifelt blieb ich noch einige Minuten in meinem Bett liegen,wollte mich an meinem Traum erinnern,das Gefühl von Geborgenheit zurück bekommen,versuchte mich wieder in die Welt der Träume zu verflüchtigen,aber alles umsonst:die Wirklichkeit holte mich stets wieder ein.Frustriert erhob ich mich also von meiner Ruhestätte und ging ins Badezimmer.Als ich nun zum ersten Mal an diesem Tag auf andere Lebewesen traf,das Bad war überfüllt von Familienmitgliedern,alle ebenfalls noch schlaftrunkend und verzwifelt versucht,sich mit ihrem Schicksal,dass sie zum Frühaufstehen zwingt,irgendwie zu arrangieren.Es wurde kaum gesprochen,das einzige was zu hören war,waren die Flüche,die dann und wann aus dem Mund eines der Leidenden erscholl.Daran hätte ich eigentlich schon merken können,dass an diesem Tag alles schiefgehen würde und die Konsequenz daraus ziehen und mich wieder in mein Bett legen sollen.Doch ich tat es nicht.Ich ging also wieder zurück in mein Zimmer und suchte mir meine Schulsachen zusammen,packte sie in meinen Rucksack und ging damit ins Wohnzimmer um vor dem langen Tag wenigstens noch etwas Energie mittels Nahrungsaufnahme zu bekommen.Dann ging also der Tag,der mein ganzes Leben verändern sollte,erst richtig los.Denn nun musste ich die,mir wenigstens ein wenig schutzgebenden Gemäuer meines geliebten Zuhauses verlassen und mich gemeinsam mit meinem Brüdern auf den Weg in die weite Welt und zur Straßenbahn zu machen.Wieder waren wir alle sehr schweigsam,was hatten wir uns auch noch zu erzählen?Jeder ging im Stillen noch einmal seinen ihm bevorstehenden Tag durch,versuchte die in ihm aufkeimende Angst irgendwie zu ersticken und plante,was er noch alles in der Straßenbahn erledigen musste.Außerdem war es viel zu kalt um ein Gespräch führen zu können,dazu fehlte uns die Energie,welche voll und ganz aufgebraucht wurde um unsere Körper warm zu halten.Endlich an der Haltestelle angekommen mussten wir glücklicher Weise nur 3 Minuten auf eine Mitfahrgelegenheit warten.Nachdem auch diese überstanden waren und wir alle mehr oder weniger glücklich und mehr oder weniger eingeengt, langsam mehr oder weniger auftauten,entwickelte sich nun doch ein kurzes Gespräch zwischen einem meiner Brüder und mir,dessen Inhalt belanglos und deshalb hier nicht erwähnenswert ist.Als nun die Straßenbahn an diesem verhängnisvollen Tag an der Haltestelle meiner Schule hielt,mussten meine Brüder und ich,gemeinsam mit vielen anderen Leidensgenossen,wieder in die eisige Kälte hinaus um die Strecke zwischen Haltestelle und Schulgebäude zurückzulegen.Sofort verstummten wieder die Gespräche und auch vom Lachen,dass ab und zu in der Straßenbahn ertönt war,wenn es einigen Jugendliche gelungen war,für kurze Zeit die Realität zu verdrängen,war nun nichts mehr zu hören.Die kalte Wirklichkeit hatte nun begonnen:der Unterricht...

 

Fortsetzung folg